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Unsere Stadträte

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26.02
2018

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Kulturausschusssitzung - Haushalt 2018

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Bau- und Umweltausschuss - Haushalt 2018

Nein zur dominanten Aussegnungshalle - 25.1.09

Vortrag: Burkhard Volkholz

Stellungnahme CDU-Fraktion im Bauausschuss 28.01.2009

Schade, dass durch viele ungeklärten Fragen der Neubau der Aussegnungshalle fast ein Jahr verzögert wurde! Nun sind wir eine Finanzlage gekommen, in der man sich ein 2,5 Millionen-Projekt kaum mehr leisten kann, denn wir wollen ja hauptsächlich in die Konjunkturprogramme und den Erweiterungsbau CLG/REA investieren. Das angeblich "vom Munde abgesparte" Geld für die Aussegnungshalle ist haushalterisch nicht möglich und bei einer 2008 dem GR bisher verborgenen neuen Schuldenaufnahme von 4,7 Millionen € mehr als unglaubwürdig. Der Tagesordnungspunkt müsste daher verschoben werden!

Da aber die Aussegnungshalle von uns allen im Gemeinderat für wichtig und dringend erklärt wurde und vor allem mit diesem Projekt viele Emotionen verbunden sind, sollten wir uns mit dieser heutigen Vorlage heute beschäftigen. Vor uns liegen drei Entwürfe, die durch dasstädtische Baudezernat geplant wurden. Und wir wir heute erstmals gehört haben, wurden die Pläne überraschenderweise vom Bauleiter Lehmann gezeichnet. Eine Information des Gemeinderates über eine weitere Beauftragung durch die Stadt wäre wünschenswert gewesen. Diese drei Versionen stellen architektonisch und funktional drei neue Entwürfe dar und haben mit dem ehemaligen Wettbewerbsmodell nichts mehr zu tun. Wenn überhaupt gefällt uns die Version 6 am besten, wobei allen klar ist, dass es mindestens noch 100 weitere Varianten geben kann, die genauso gut oder schlecht wären.

Was uns heftig stört ist, dass die Bauverwaltung unter Verwendung einzelner Grundriss - Komponenten aus dem Baugesuch die Varianten zeichnerisch wie Textbausteine (oder Lego-Bausteine?) zu einem neuen Entwurf "zusammengewürfelt" hat. Ob Architektur und Funktionalität den Anforderungen am neuen Standort - am Haupteingang des neuen Friedhofes - stimmen, können wir im Gemeinderat nicht beurteilen - wir sind (fast) alle keine Fachleute! Trotzdem fällt z.B negativ auf:

> dass die Räumlichkeiten offensichtlich teilweise kleiner geworden sind
> so irritiert z.B. in allen Entwürfen - leider ohne jeglichen Maßstab - die geschätzt 25 m lange und ebenfalls geschätzte 10 m hohe Stahlbetonmauer, die mit Ausnahme des schmalen Fensterbandes ungegliedert und wenig einladend wirkt
> wenig schön ist der Anblick des öffentlichen WC im direkten Eingangsbereich.

Bisher hatten wir einen preisgekrönten Entwurf einer Architektin, der durch eine fachkundige und kompetente Jury ermittelt wurde, jetzt beurteilen Laien die Entwürfe eines 2,5 Millionen-Projektes! Das kann nicht ernst gemeint sein!
Zusätzlich zu dieser Misere stellen sich uns mehrere Fragen:

> warum liegen uns die Kostenschätzungen für Varianten 4 und 6 nicht vor, so dass der Gemeinderat keinen Vergleich mit anderen Alternativen anstellen kann?
> warum wurden die Baunebenkosten (Variante 5) nicht aufgeschlüsselt, sondern pauschal 18 % berechnet? (mit insgesamt 371.161 € liegen die BNK um rund 57.000 € höher als bei der Variante 3 (Baugesuch 28.5.08 - 313.725 €) obwohl die eigentlichen Baukosten der neuen Variante 5 rund 155.000 € niedriger liegen)
> aufgrund der hohen BNK hat es den Anschein, dass die neue Aussegnungshalle - von den Vorentwürfen bis zur Ausschreibung (Leistungsstufen 1-9) - alles neu gemacht werden soll? Das würde bedeuten, dass das Architektenhonorar mit 100 % berechnet und damit höher als 211.000 € liegen wird; eine freihändige Vergabe wäre somit nicht möglich. Sondern es muss wahrcheinlich ein formelles Verfahren (Ausschreibung nach EU-Norm) für die Architektenleistungen durchgeführt werden. Dabei sollte es doch billiger werden, da viele Architektenleistungen schon erbracht worden und Daten aus dem Baugesuch vorhanden sind; außerdem wollte das Baudezernat viele Leistungen übernehmen wollte?
> welcher Architekt soll mit der weiteren Durchführung (Detailplanung, Ausschreibung, Auswertung..) beauftragt werden?


Zusammengefasst:
Die CDU-Fraktion ist der Auffassung, dass keine der vorstellten Versionen architektonisch und funktional an den neuen Standort passen. Wir beantragen die Einladung an 4-5 (oder alle) Laupheimer Architekten, um entweder auf Basis der bisher erstellten Entwürfe/Baugesuch einen neuen Vorentwurf am neuen Standort zu erstellen. Ferner wird die Verwaltung wird beauftragt mit der Architektenkammer ein unanfechtbares Verfahren abzusprechen um diese Zielsetzung zu erreichen! Trotz angespannter Finanzlage sollte das Projekt in den neuen Haushalt eingestellt werden, finanziert und mit einem Sperrvermerk versehen werden. Nach der Sommerpause kennen wir ziemlich genau unsere Finanzlage (zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen?) und können dann entscheiden, ob dieser Sperrvermerk aufgehoben wird und der Spatenstich noch dieses Jahr erfolgen kann!

Kostenmäßig sehen wir keine Nachteile, da sich neuen Architektenkosten in den Gesamtkosten verlieren (siehe vorliegende Berechnung) und das Projekt vielleicht auch billiger werden könnte. Bei schneller Beauftragung könnten die Vorentwürfe in spätestens 3 Monaten vorliegen und ein Architekt mit der weiteren Planung beauftragt werden. Dabei haben wir kaum Zeit verloren, aber erheblich an Qualität gewonnen!

Der Friedhof ist ein würdiger Ort der Toten und der Lebenden! Die Aussegnungshalle am Eingang des Friedhofes zeigt den Lebenden wie eine Stadt mit ihren Toten umgeht!

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