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Grundkonzept Gesundheitszentrum Laupheim - 8.12.14

Stellungnahme der CDU Fraktion im Gemeinderat zur Vorstellung des Grundkonzeptes Gesundheitszentrum Laupheim
Vortrag: Dr. Christian Biffar

Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in einer Stadt wie Laupheim darf keinesfalls in Frage gestellt werden und muss, um die Attraktivität einer aufstrebenden Stadt als wachsender Wirtschaftsstandort zu unterstützen, zwingend ortsansässig erfolgen! Wir von der CDU Fraktion begrüßen und unterstützen daher die Entstehung eines erstklassigen Gesundheitszentrum in Laupheim mit ganzer Überzeugung. Wir werden große Kreisstadt und man hat uns gegen unseren Widerstand und gegen unseren Willen unser Krankenhaus genommen! Wie könnte man dagegen ein Gesundheitszentrum sein, dass unsere Stadt buchstäblich am Leben hält. Ich denke da sind wir alle einig.

Die Erfahrungen zeigen jedoch bundesweit sehr deutlich, dass private Betreiber die Gesundheit der Bevölkerung als "Gesundheitsmarkt" betrachten und folglich betriebswirtschaftliche Gewinne an erster Stelle stehen. Nach meiner persönlichen Einschätzung machen wir hier einen großen Fehler. Auch Schulen werfen keinen greifbaren materiellen und wirtschaftlichen Gewinn ab und trotzdem ist der Fortbestand auch kleiner Schulen unabdingbar um gesellschaftliche Stabilität und Zukunft zu gewährleisten. Wir schaffen ja auch die Feuerwehr nicht ab, nur weil es nicht gewinnbringend genug gebrannt hat! In manchen Bereichen muss die öffentliche Hand eben in Vorleistungen gehen um Versorgung zu gewährleisten. Die Abkehr von der Gesundheitsfürsorge hin zur Gewinnorientierung ist meines Erachtens ein Irrweg!

Das Gesundheitszentrum ist eine große Chance für Laupheims Bevölkerung und die Ärzteschaft. Mit dem Entstehen eines hochqualifizierten gesundheitlichen "center of excellence" sichern wir eine für Laupheim angemessene ortsansässige, gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung. Am Engagement und der Qualifikation der Laupheimer Ärzteschaft und Gesundheitsdienstleister gibt es keinen Zweifel! Sie zu unterstützen und zu schützen muss auch eines unserer Ziele sein. Man muss daher ein Auge darauf haben, dass die Fäden im Gesundheitszentrum auf alle Hände verteilt sind. Es ergeben sich daher folgende Fragen:

- Die Vorlage definiert die Aufgabe von Herrn Professor Runde für "die Hauptbeteiligten" und "die Öffentlichkeit" (Ist nicht gerade die auch Hauptbeteiligter?) eine gemeinsam getragene Planung herbeizuführen. Die Planungen mit den Ärzten und Dienstleistern sind bereits weit vorangeschritten. Wie sieht die Beteiligung der lokalen Öffentlichkeit aus? Wann und in welcher Form soll Sie stattfinden?

- Ärzte verschiedener Fachbereiche sollen auf gemeinsame OP-Bereiche und medizinische Großgeräte zugreifen (z.B.Radiologie) um möglichst umfassende Auslastung zu erzielen. Was passiert, wenn die Auslastung in den Augen der SANA nicht zu betriebswirtschaftlich zufriedenstellenden Ergebnissen führt? Werden die Einrichtungen dann geschlossen? Was machen dann die gebundenen Ärzte? Gleiches gilt auch für den durch die SANA betriebenen reduzierten stationären Bereich. Die zunächst geplante Bettenzahl in der geplanten neuen SANA Klinik Biberach wurde kurze Zeit nach Übernahme ja bereits reduziert!

- Es sind Kooperationsverträge und Einzelverträge mit Krankenkassen angedacht. Wie ist der Auftritt des Gesundheitszentrums gedacht? Als ein Unternehmen oder als Dachorganisation deren Bedingungen sich die ansässigen Ärzte anschließen müssen. Sind die Ärzte noch freie Einzelpraxen oder liegt die Entscheidungsgewalt bei SANA?

Wir sind gespannt auf die im Dezember angekündigte Machbarkeitsstudie.

Lesen Sie dazu den Bericht der SZ