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Laupheim beantragt Gemeinschaftsschule - 24.3.14

Seit zwei Jahren beschäftigt sich der Gemeinderat mit dem Thema "Gemeinschaftsschule" und hat aus guten Gründen bis heute die Entscheidung verschoben. Zumeinen, weil nach dem Wechsel der Landesregierung die "Gemeinschaftsschule" überhastet und unüberlegt durchgesetzt werden sollte und zu regelmässiger Verunsicherung, Verwirrung und Enttäuschung bei Schülern, Eltern, Schulträgern und Wirtschaft beigetragen hat - und das ausgerechnet im einstigen "Bildungsvorzeigeland".

Zum anderen haben wir die Entscheidung hinausgezögert, weil die Friedrich-Adler-Realschule und Friedrich-Uhlmann-Werkrealschule beide ihr Interesse an der neuen Schulform bekundet haben und eine Entscheidung jeweils gegen die andere Schule hätte getroffen werden müssen. Doch mit der heutigen Entscheidung zugunsten der Werkrealschule handeln wir richtig, denn so bleibt das Erfolgsmodell Realschule erhalten!

Die CDU-Fraktion hat sich frühzeitig über das zum damaligen Zeitpunkt unbekannte pädagogische Konzept der Gesamtschule ausführlich informiert und darüber diskutiert. So sind wir von der individuellen Beschulung durchaus überzeugt und glauben, dass die Gemeinschaftsschule für viele Schüler die richtige Schulform sein kann, da alle Bildungsstandards erreicht werden können. Vorteile für Schüler und Eltern sehen wir auch in der Ganztagsbetreuung, weil in unserer Gesellschaft dieser Trend immer mehr zunimmt und im Vorschulalter bereits beginnt.

Doch sehr viele Eltern in BaWü trauen dieser neuen Schulart nicht so richtig, so dass nach dem Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung sich ein Großteil der Eltern fürs Gymnasium bzw. der Realschule als den sicheren und besten Weg für ihre Kinder entscheidet. So macht sich fast jedes zweite Kind auf den Weg zum Abitur. Doch die hohe Anzahl an Rückschulungen zeigt, dass dies nicht immer funktioniert.Und besonders wir in unserer starken Region wissen, dass die Wirtschaft nicht nur Akademiker sucht, sondern über einen Mangel an Fachkräften klagt.

Deshalb ist die CDU-Fraktion froh, dass die Stadt Laupheim versucht ihren eigenen Weg zu gehen und entgegen dem Ziel der Landesregierung weiterhin ein differenziertes Schulsystem für die unterschiedlichen Begabungen anbieten möchte:

- mit einem anerkannten Gymnasium,
-
einer starken Realschule,
-
und einer Gemeinschaftsschule mit allen Chancen,
-
sowie einem Technischen Gymnasium.

Wir sind daher dem Rektor Johannes Welz und dem Lehrerteam der FUS sehr dankbar, dass sie ihre Interessenbekundung zur Gemeinschaftsschule aufrecht erhalten haben. Die Umwandlung der Werkrealschule in eine Gemeinschaftsschule wird den Schulstandort Laupheim erheblich stärken und viele Schüler aus der Region nach Laupheim bringen. Auch für den Wirtschaftsstandort sehen wir große Vorteile, da in Laupheim hervorragende schulische Grundlagen nicht nur für eine akademische, sondern auch für eine berufliche Qualifikation angeboten werden, worauf wir dringend angewiesen sind!

Der Weg zur Gemeinschaftsschule ist nicht einfach. Zunächst muss der Gemeinderat und dann das Regierungspräsidium dem Antrag zustimmen. Parallel muss für die Gemeinschaftsschule kräftig Werbung gemacht werden, damit die Akzeptanz bei Schülern und Eltern steigt. Dazu gehört u.a. eine ausführliche Beratung für Schüler und Eltern - nicht nur an der Gemeinschaftsschule, sondern auch an Gymnasium und Realschule. So kann man Enttäuschungen und falsche Erwartungen reduzieren.

Die Frage, ob an der Gemeinschaftsschule eine eigenständige gymnasiale Oberstufe eingerichtet werden soll, muss erst in einigen Jahren entschieden werden. Vielleicht ist das auch garnicht notwendig, denn für einen weiterführenden Bildungsabschluss bietet sich das Technische Gymnasium in Laupheim an.

Zusammengefasst: die Vorteile für eine Umwandlung der Friedrich-Uhlmann-Werkrealschule in eine Gemeinschaftsschule überwiegen. Es wäre allerdings zu wünschen, wenn an den Rahmenbedingungen nicht weiter herumexperimentiert wird und dass die ungleiche Verteilung der Ressourcen, Geld und Lehrerstellen aufhört. Die Zeitungsmeldung von heute lässt aufhorchen und schon leichte Zweifel aufkommen.

Die CDU-Fraktion stimmt dem Beschlussvorschlag zu und bedankt sich ausdrücklich bei der Verwaltung für die komplexe Vorarbeit zu dieser historischen Entscheidung. Der Friedrich-Uhlmann-Schule wünschen wir schon jetzt Erfolg, Durchhaltevermögen und starke Nerven!