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Teure Sanierung des Parkbades - 20.10.14

Stellungnahme der CDU-Fraktion zur Studie Sanierung/Weiterentwicklung des Parkbades
Vortrag: Dr. Christian Biffar

Nach erster Lektüre der Studie der Fa. Fritz haben wir uns in Anbetracht der Sanierungskosten von 3 Millionen Euro alle erst mal überrascht die Augen gerieben. Setzt man die Sanierungskosten in Höhe von 3 Millionen Euro ins Verhältnis zu den Gestehungskosten von ca. 5 Millionen Euro wird klar: Unser Hallenbad scheint bereits nach 12 Jahren ein Totalschaden!

Die Studie ist sehr umfangreich und detailliert, sie zeigt z.T. gravierende Mängel am Bad auf und ist sicher Augen öffnend .Besten Dank dafür an die Fa. Fritz Bäderplanung. Auffallend ist jedoch, daß bereits zu Beginn klar wird, die Studie und Beurteilung beruht auf "Vermutungen" und "Erfahrungen" des Studiengebers und damit in weiten Teilen nicht auf tatsächlichen Fakten. Ursache hierfür sind die fehlenden Unterlagen und Pläne für das gesamte Bauprojekt. Trotz aller Bemühungen ist es nicht möglich aussagekräftige Pläne für ein gesamtes Hallenbad mit einem Bauherrn der öffentlichen Hand vorzulegen? Da stellt sich doch die Frage wie kann das sein? Wo sind diese Pläne und warum ist niemand in der Lage, Pläne zur Verfügung zu stellen. Wie sind hier für wen die Aufbewahrungspflichten?

Die Studie leitet auf Basis von Erfahrungen einen Sanierungsbedarf ab der sich auf eine astronomische Summe hochschaukelt die annähernd die Gestehungskosten des gesamten Bades erreicht. Nimmt man noch die Kosten für eine mögliche Weiterentwicklung hinzu erreicht man Investitionskosten die schon fast den Abriß des bestehenden Bades zu Gunsten eines Neubaus nahelegen könnten. Das kann sicher nicht Zielsetzung sein. Viele der geprüften und nach vager Faktenlage beurteilten Einzelpunkte ergeben einen noch akzeptablen z.T auch guten Zustand des Prüfgegenstandes. Dennoch steht am Ende nahezu immer die Empfehlung im Rahmen der Sanierung zu erneuern oder auszutauschen.

Fakt ist, daß sich nach 12 Jahren bereits erhebliche Mängel und Verschleiß an unserem Hallenbad zeigen. Hierbei gilt es zu unterscheiden zwischen bautechnischen Mängeln, Konstruktionsfehlern, nicht fachgerechter Ausführung und Verschleiß. Eine genaue Analyse ist hier jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich da es sich lediglich um eine Studie und noch nicht um ein sachlich gefestigtes Gutachten handelt.

Nun ist aber eines ganz klar: Summen von 3 Millionen Euro sind sicher nicht aufgrund von Vermutungen auszugeben, sondern bedürfen klarer sachlicher Grundlagen und konkreter Analysen des Ist-Zustandes. Erfahrung in allen Ehren, sie begründet selbstverständlich die unbestritten hohe Qualifikation der Studiengeber.
Aber ohne Konkretisierung der Fakten kann sie nicht kostenauslösend wirken!

Hinsichtlich der weiteren Planung und Konkretisierung des Sanierungsbedarfes gibt es für die CDU Fraktion eine Reihe zu klärender Forderungen und Maßnahmen:

- Klärung über den Verbleib und Vorlage der Baupläne als Grundlage der Bedarfsanalyse
- Bauteilöffnungen dort wo keine Klarheit erzielt werden kann.
- Nach Überarbeitung der Sanierungsstudie konkrete Fakten in Form eines Gutachtens darlegen
- Hierbei klare Unterscheidung zwischen "erforderlich" und "wünschenswert"
- Prüfung auf versteckte Mängel der ausführenden Baufirmen (30 Jahre Gewährleistung) Gewährleistung einfordern
- Stellungnahme der ausführenden Firmen zu den festgestellten Konstruktions- und Baumängeln.

Wir fordern einen Sofortmaßnahmenkatalog dort wo Leib, Leben und Gesundheit in Gefahr sind und/oder Betriebsgefahr besteht oder Folgeschäden drohen:

- Flachdach über Funktionstrakt öffnen und undichte Stellen sanieren
- Dabei Dachkonstruktion Schwimmhalle öffnen und korrekte Ausführung durch Fachfirma prüfen
Wassereintritt im Kriechkeller beseitigen
- Erneuerung des Bodenbelages der Beckenumgänge da hier aufgrund des Abriebes Gefahr für Leib- und Leben besteht. Haftungsansprüche gegenüber der Stadt möglich!
- Filterspüleinrichtung gemäß DIN herstellen da Filterreinigung aufgrund falscher Ausführung nicht ausreichend möglich, hier droht Gefahr für die Gesundheit.
- Reparatur bzw. Tausch der Mischwasserstation
- Einführung eines Qualitätsmanagementsystems (QM) mit Schulung und Einweisung des Personals in korrekte Reinigung und Pflege des Bades insbesondere der Fliesen.

In Anbetracht der umfangreichen Mängel und Detailvielfalt empfehlen wir im Übrigen eine gemeinsame Besichtigung vor Ort. Geplante Teilabschnitte der Sanierung sind zeitgleich und sinnhaft aufeinander abgestimmt auszuführen. Ziel ist hierbei auch die Baunebenkosten von derzeit 35% deutlichst zu senken.

Die Studie schreibt den überdurchschnittlich guten Eintritts-Erlös des Bades den relativ hohen Besucherzahlen der Sauna zu. Hier sehen wir von der CDU Fraktion einen Ansatz zur Weiterentwicklung des Bades.

Die Saunen und das Dampfbad stehen aufgrund des Alters zur Sanierung an. Hier sollte die Chance zur Weiterentwicklung jetzt genutzt werden. Die geplante Erweiterung und Verbesserung der Saunaanlagen und Saunaaußenbereiche mit Schaffung von Barfußgang, "Kneippbecken" bzw. Tauchbeckens steigert die Attraktivität des Bades und bringt weitere Saunagäste mit gutem Eintrittserlös.

Erfahrungsgemäß nutzen diese Gäste auch die Gastronomie intensiver als der normale Badegast. In diesem Zusammenhang sollte die kränkelnde und unterdimensionierte Gastronomie mit angegangen werden. Durch infrastrukturelle und gestalterische Verbesserungen kann die Akzeptanz und Nutzung gesteigert werden so daß hier mit einer Verbesserung der Einnahmesituation gerechnet werden kann.
Eine attraktive Saunalandschaft die dem derzeitig boomenden "Wellnesstrend" entspricht führt u.U. auch auswärtige Besucher ins Bad. (Als Alternative zum Jordanbad/Wonnemar) Das Motto muß sein "Klein aber Fein" Individualität statt Menschenmassen.

Wir haben städteplanerisch mit der Innenstadtsanierung, der Parkraumsituation und dem Schlosspark mittel- und langfristig große Aufgaben zu bewältigen. Wir sollten diese Ziele nicht aufgrund der ungeplant hohen Sanierungsleistung des Hallenbades aus den Augen verlieren. Für die zu erwartenden langfristigen Sanierungsmaßnahmen die in der Dringlichkeit noch nicht anstehen, sollten daher im Haushalt Rücklagen eingestellt werden.

Wir leisten uns für unsere Bürger ein attraktives Bad an einem hervorragenden Standort mit guten Entwicklungsmöglichkeiten. Daran sollten wir festhalten. Wir müssen uns überlegen welche Stücke wir aus dem Sanierungs- Wunschkonzert wirklich spielen wollen. Für eine sachgerechte Entscheidung ist die Studie nicht ausreichend. Hierfür ist ein fundiertes Gutachten auf Basis der Pläne erforderlich anhand dessen dann konkret reagiert und beschlossen werden kann

In jedem Falle gilt es für uns hier die Hausaufgaben sorgfältig zu machen damit wir bei der Sanierung nicht ins schwimmen geraten und unser Haushalt baden geht.

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