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Kreistagswahl: Wahlkreis Laupheim Stadt - 8.6.09

CDU legt kräftig zu Martina Miller muss um ihr Mandat bangen

LAUPHEIM Die CDU ist der große Gewinner der Kreistagswahl im Wahlkreis Laupheim-Stadt. Auf die Christdemokraten entfielen nach dem vorläufigen Ergebnis 40,74 Prozent der Stimmen, das sind 6,6 Prozent mehr als vor fünf Jahren und bringt ein Mandat mehr als bisher.

Von unserem Redakteur Roland Ray

Rathaus Laupheim, gestern gegen 22.30 Uhr: Wilhelm Glockers Augen funkeln. "Wir sind sehr zufrieden", sagt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende. Kein Wunder, herrschte doch schon geraume Zeit kein Zweifel mehr, dass Franz Romer, der nach längerer Zeit wieder für den Kreistag kandidierte, Stimmenkönig im Wahlkreis Laupheim-Stadt werden würde. 4882 Stimmen häufte er auf sein Konto und "entthronte" damit die Parteifreundin Brigitte Angele, die ihr 2004er-Resultat dennoch um fast 400 auf 3923 Stimmen steigerte. Es war aber nicht allein der "Romer-Faktor", der der CDU ein sattes Plus bescherte. Auch Clemens Graf Leutrum von Ertingen punktete kräftig und sammelte 1889 Stimmen, das fünftbeste Ergebnis im Wahlkreis. Auch er gehört wohl dem künftigen Biberacher Kreistag an.

Weit weniger fröhlich waren gestern Abend die Mienen bei den Freien Wählern und der SPD. Die FWV, vor fünf Jahren mit knapp 35 Prozent stärkste Kraft, sackte auf 27,87 Prozent ab. "Das liegt zu einem großen Teil an Franz Romer", schätzt der Mitbewerber Erwin Graf. Immerhin: Rudolf Pretzel hat sein Kreistagsmandat sicher verteidigt, er bekam 2393 Stimmen. Und nach dem Verhältnisausgleich können die Freien Wähler womöglich auch die fünfte "Fahrkarte" nach Biberach, die im Wahlkreis Laupheim-Stadt vergeben wird, für sich beanspruchen, auch wenn die SPD-Bewerberin Martina Miller, seit zehn Jahren Kreisrätin, im Ranking mit 1908 Stimmen hauchdünn vor Graf Leutrum lag. Insgesamt schaffte die SPD nämlich nur 12,59 Prozent, 1,6 Prozent weniger als 2004. Wie sich die Dinge genau verhalten, wird sich im Lauf des Montags weisen.

Den Sozialdemokraten, die im Rathaus die Auszählung verfolgten, stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Sie haderten mit dem Ergebnis und fragten sich, woran es gelegen haben mag. Vielleicht gar daran, dass die Liste "Frauen in den Kreistag" um gut zwei Prozent auf 5,57 % zulegen konnte? Es bleibe wohl nur die Hoffnung auf ein Ausgleichsmandat, meinte gequält der Fraktionsvorsitzende im Laupheimer Rat, Manfred Stradinger

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Ausgabe Laupheim 08.06.2009