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Am Schlossgarten sollen 19 Bauplätze entstehen - 11.4.14

Bau- und Umweltausschuss stimmt ebenso dem Ausbau der Claus-Graf-Stauffenberg-Straße zu

Von Agathe Markiewicz

Den Ausbau der Claus-Graf-Stauffenberg-Straße hat der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats einstimmig befürwortet. Genauso verhält es sich mit dem Vorentwurf des Bebauungsplans „Am Schlossgarten“. Dort sollen 19 private Baugrundstücke entstehen. Der Vorentwurf wird nun öffentlich ausgelegt.

Bereits in der Sitzung am 14. Januar hatte der Bau- und Umweltausschuss einer Bebauungsplanung im Bereich des Schlossguts, das sich im Besitz von Clemens Graf Leutrum befindet, grundsätzlich zugestimmt. Dies gilt auch für den Abriss der dortigen Mauer. Lediglich der Verlauf und die Gestaltung der Claus-Graf-Stauffenberg-Straße sollten mit der Vorgabe überarbeitet werden, an die bestehende Allee anzuschließen und sie senkrecht in die Bühler Straße fortzuführen.

Stadtplaner Dirk Feil stellte in der jüngsten Sitzung zwei Varianten (siehe Kasten) vor. Die Fraktionen entschieden sich klar für Variante eins. „Ich freue mich, dass unserem Wunsch Rechnung getragen wird“, sagte Werner Lehmann (Freie Wähler). „Variante eins ist ideal. Auch die Vergrößerung des Parkplatzes ist willkommen.“ Lehmann warf jedoch ein, dass es keine Einschränkung des Kulturbetriebs geben dürfe. „Die Käufer der Bauplätze müssen das Summernight-Festival und das Jugendzentrum in Kauf nehmen.“

„Uns gefällt die Lösung“

Zustimmung gab es auch von der CDU-Fraktion. Durch die Erweiterung der historischen Baumallee und die Schaffung eines attraktiven Fußgängerweges würde die Stadt aufgewertet werden. Zudem sei durch eine geänderte Straßenführung eine Gefährdung der Fußgänger nicht mehr gegeben. „Uns gefällt Lösung eins sehr“, sagte Burkhard Volkholz. „Ein weiterer Vorteil ist die Erschließung und Vermarktung durch einen privaten Investor. Dadurch muss die Stadt nicht in Vorleistung gehen.“

Martina Miller (SPD) gab zu bedenken: „Hier treffen zwei Vorhaben aufeinander. Das schafft Potenzial für viele Probleme. Dennoch ist die Variante eins zu unterstützen.“ Sie warf aber einige Fragen auf. So habe das Baugebiet im Jahr 2005 bereits auf der Tagesordnung des Ausschusses gestanden. Damals sei es wegen der Nähe zu Kulturgütern abgelehnt worden. „Wird nun ein altes Vorhaben unter einem neuen Namen auf den Weg gebracht?“, wollte Martina Miller wissen. „Gelten die Vorgaben und Einsprüche von damals nicht mehr?“ Sie regte an, das Baugebiet energetisch auszuweisen. Schließlich stimmte sie – was den Verkehr betreffe – Variante eins zu. „Ja zum Baugebiet sagen wir, soweit die Denkmalpflege ja sagt.“

Dirk Feil erklärte, dass eine zentrale Wärmeversorgung vorgesehen sei. Auch sieht er keine Bedenken in Bezug auf die Denkmalpflege. Es sollen große Gartenflächen mit starker Begrünung entstehen. Zudem werden die Straßen geschwungen und alleeartig angelegt. „Wir unterscheiden uns von einem herkömmlichen Baugebiet.“ (Kasten) Momentan steht die Mauer an der Claus-Graf-Stauffenberg-Straße noch, sie soll aber zugunsten eines Ausbaus abgerissen werden.

Momentan steht die Mauer an der Claus-Graf-Stauffenberg-Straße noch...

... sie soll aber zugunsten eines Ausbaus abgerissen werden. Fotomontage: HM - Ideenreich

Stadt erschließt das Gebiet

Graf Leutrum als privater Investor stellt Grund zur Verfügung Laupheim (am) - Clemens Graf Leutrum sieht den Bedarf an größeren Grundstücken im Städtchen vorhanden. Deshalb will er das beschriebene Gebiet zur Verfügung stellen. „Mir ist bekannt, dass mehrere Interessenten Laupheim verlassen haben, weil sie kein größeres Grundstück erwerben konnten“, sagt er auf SZ-Nachfrage. „Zudem sehe ich eine Aufwertung des Parks, wenn die alten Hallen dort wegkommen.“

Das Gebiet wird von der Stadt erschlossen. Graf Leutrum wird die Vermarktung übernehmen, wobei ihn die Stadt unterstützen wird, erklärt Stadtplaner Dirk Feil. „Er baut auch die Claus-Graf-Stauffenberg-Straße und übereignet sie an die Stadt.“

Er sei aber keine Konkurrenz für die Stadt, sagt Graf Leutrum. „Wir arbeiten zusammen.“ Dem Investor ist wichtig, dass im Bebauungsplan festgelegt wird, dass Bäume und Grünflächen gepflanzt und angelegt werden.

Auch sieht er eine Notwendigkeit für einen Fußgängerweg, der vom Autoverkehr getrennt ist, und für die Erweiterung der Parkplätze am Kulturhaus. „Wir führen einen landwirtschaftlichen Betrieb und können diesen manchmal nicht anfahren, weil oft Stellplätze fehlen und die Leute ihre Autos überall abstellen.“

Der Betrieb soll weitergeführt werden und das Wohnhaus der Familie wird ebenfalls erhalten. „Wir bleiben hier wohnen“, sagt Graf Leutrum. „Das Verkehrsaufkommen, das eventuell durch die neuen Grundstücke entstehen wird, stört uns nicht. Auch die Geräuschpegel aus dem Jugendzentrum und vom Summernight sind erträglich. Die Krähen sind vermutlich lauter.“


Copyright Schwäbische Zeitung
Ausgabe Laupheim vom 11.4.2014