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Hotelerweiterung in die nächste Runde - 13.2.14

Pläne für Hotelerweiterung gegen in die nächste Runde
Einstimmig beschließt der Bau- und Umweltausschuss die erneute öffentliche Auslegung

Von Roland Ray

LAUPHEIM - Erneut hat das städtische Baudezernat Dutzende von Anregungen und Einwänden zu den Erweiterungsplänen des Hotel-Restaurants "Laupheimer Hof" geprüft und die Interessen von Bauherrschaft, Bürgern und Behörden gegeneinander abgewogen. Ergebnisse präsentierte der Stadtplaner Dirk Feil am Dienstag im Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats. Einstimmig gab das Gremium grünes Licht, den vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf dieser Grundlage zu überarbeiten und dann erneut einen Monat lang öffentlich auszulegen.

Die Gründe, jetzt Nein zu sagen, seien "zu vage", stellte Iris Godel-Ruepp (Offene Liste) fest. "Wir vertrauen der Verwaltung." Laupheim brauche dieses Hotel in der Innenstadt, "es tut uns gut".

Die Baupläne waren bereits im vergangenen Herbst in Abstimmung mit dem Baudezernat modifiziert worden (die SZ berichtete). Der "Laupheimer Hof" soll künftig mehr als 90 Gästezimmer haben, einen Veranstaltungssaal und einen bewirteten Innenhof. Anwohner fürchten verstopfte Straßen, Parkchaos, Risiken für Passanten und unzumutbaren Lärm.

Am Dienstag hob Dirk Feil besonders auf drei Themenblöcke ab:

1. Lärm: Eine schalltechnische Untersuchung zeige, dass die Grenzwerte in der Zeit von 6 bis 22 Uhr auch bei voller Auslastung des Hotels an keinem Wochentag überschritten werden. Von 22 bis 6 Uhr seien die Überschreitungen an Werktagen gering. "Relativ hoch" seien sie, wenn am Wochenende eine geräuschintensive Veranstaltung in geschlossenen Räumen laufe, etwa eine Hochzeit. Mit drei Maßnahmen will man dies in den Griff bekommen. Erstens: Eine Schranke verhindert die Zu- und Ausfahrt über die Abt-Fehr-Straße nach 22 Uhr. Zweitens: Die Anlage wird auf der gegenüberliegenden Seite (Richtung Möbel Mock) mit einer 51 Meter langen und 2,8 Meter hohen schallabsorbierenden Wand "eingehaust". Drittens: In dem projektierten GWO-Haus hinter der Wohnanlage Abt-Fehr-Straße 8 sollen die Fenster auf der Seite zum Hotel nicht zu öffnen sein. Gleiches sei künftig für das Nachbargebäude Rabenstraße 19 festzusetzen.

Als besonders kritisch wird die Lärmentwicklung eingestuft, wenn nach 22 Uhr im Außenbereich des Hotels gefeiert wird. Maximal zehn Mal pro Jahr soll dies gestattet werden und nicht an zwei aufeinander folgenden Wochenenden.

2. Parkplätze: Der Investor muss laut Gesetz für Alt- und Neubau 55 Stellplätze nachweisen, sagt Feil. Oberirdisch und in der Tiefgarage seien 45 geplant, 20 habe Thomas Rößler bereits abgelöst. Ergibt gemäß Stellplatzverordnung 65 Plätze, damit seien die Anforderungen erfüllt.

3. Verkehr: Standardbusse können von der Rabenstraße auf das Hotelgelände einbiegen, größere Busse vor der zurückgenommenen Fassade an der Abt-Fehr-Straße halten. Das funktioniere, sagt Feil. In der Rabenstraße (Belastung: rund 5000 Fahrzeuge pro Tag) werde eine Zunahme an Verkehr um 2,7 Prozent erwartet.

In der Diskussion wurde der Stellplatznachweis angezweifelt. Werner Lehmann (FW) gab zu bedenken, dass die Verkehrssituation an der Einmündung Abt-Fehr-Straße/Rabenstraße schon jetzt "absolut unbefriedigend" sei. Die Stadt habe "die Pflicht, solche Dinge nicht isoliert zu betrachten".

Gräben sollen saniert werden
Auch wegen des Laubach- und des Grundgrabens, die unter der Erde das Hotelgelände queren, sorgten sich die Räte. Das sei unnötig, bedeutete Feil. Das Verfahren biete die Chance, die Trassen künftig komplett über öffentlichen Grund zu führen. Überbaut würden sie nur in einem kleinen Abschnitt. Bei einer Untersuchung mit Kameras seien Schäden an den verdolten Gräben festgestellt worden. Im Zuge der Bauarbeiten können sie jedoch "ziemlich kostengünstig" saniert werden. Feil nannte eine Summe von 50 000 Euro. Der Laubachgraben soll zudem größere Rohre erhalten.

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Ausgabe Laupheim vom 13.02.2014

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