"Es klemmt hinten und vorn" - 12.7.17

Zusätzlicher Hallenbedarf: Das sagen die Fraktionen

Die Dreifeldhalle in Laupheim und den Hallenneubau in Bihlafingen gleichzeitig in Angriff nehmen: Das forderte der FW-Fraktionschef Erwin Graf. Das Bihlafinger Projekt müsse mit Weitblick angegangen werden, sagte er. Laupheims kleinster Teilort sei attraktiv für Bauwillige, weiterer Einwohnerzuwachs zu berücksichtigen. Die Halle müsse multifunktional ausgelegt werden. Eine Verlagerung des FV Olympia Laupheim an den Grasigen Weg sei wegen der dort besseren Entwicklungsmöglichkeiten sinnvoll.


Bei den Hallenkapazitäten in der Kernstadt stehe man "mit dem Rücken zur Wand", sagte Hilmar Kopmann. Auch bei den Schulen "klemmt es hinten und vorn". Ein Anbau an die Mehrzweckhalle Baustetten wäre optimal. "Ich weiß nicht", so Kopmann an die Adresse von IKPS, "wie man keinen Bedarf für Baustetten erkennen kann". Mit Blick auf die städtischen Finanzen stellte er fest: "Wenn nicht jetzt, wann dann."


Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Burkhard Volkholz hält ein Fußballzentrum am Grasigen Weg für eine zukunftsfähige Lösung. Sein Antrag, zu untersuchen, ob die Mehrzweckhalle am Laubach erweiert werden und so zumindest ein Teilbedarf gedeckt werden kann, fiel durch. Bei der Einweihung 2007 sagte der planende Architekt Werner Lehmann, diese Halle sei so konstruiert, dass sie auf das Dreifache vergrößert werden könne.


Einstimmig folgte der Ausschuss dem CDU-Antrag, sofort mit der Planung und Realisierung einer multifunktionalen Sporthalle in Bihalfingen und einer Dreifeldhalle in Laup-heim zu beginnen. Kernstadt und Teilort dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. Weil man in Bihalfingen, anders als in Laupheim, sofort loslegen könne, werde sich quasi von selbst eine zeitliche Reihenfolge ergeben. Volkholz erinnerte an den "eindeutigen politischen Beschluss" des Gemeinderats im November, in Bihalfingen neu zu bauen. Benötigt werde eine "ballsporttaugliche Kulturhalle, 27 mal 15 Meter groß", definierte Franz Romer.


"Man muss ehrlich draufschauen. Es hilft nicht, nur die eigenen Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu rücken", forderte Iris Godel-Ruepp (OL). Zur notwendigen Größe der Halle in Bihlafingen gebe es unterschiedliche Meinungen. Dass dieser Teilort etwas brauche, sei unstrittig.


Godel-Ruepp lobte die "sehr konstruktiven" Gespräche in der Planungsgruppe. Die Vereine hätten für die Schulen und die Stadt mitgedacht.


"Wir sollten mutig zu dem Beschluss stehen, eine 27-Meter-Halle in Bihlafingen zu bauen", unterstrich Brigitte Schmidt (SPD). Dass der Teilort aktuell "nur" rund 800 Einwohner zähle, dürfe ihm nicht zum Nachteil gereichen. (ry)

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Ausgabe Laupheim vom 12.07.2017