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"Ich könnte vom ersten Tag an loslegen" - 2.9.17

Der OB-Kandidat Gerold Rechle möchte jedermann offen und vorbehaltlos gegenübertreten

Gerold Rechle kandidiert bei der OB-Wahl in Laupheim. Foto: Roland Ray

Von Roland Ray

Laupheim und seine Menschen seien ihm zur „Herzensangelegenheit“ geworden, sagt Gerold Rechle, seit neun Jahren Stadtkämmerer und seit 2016 Erster Bürgermeister. Ihnen möchte er dienen, zu ihrem Wohl gestalten, und so peilt er nun den frei werdenden Chefsessel im Rathaus an. Am Montag bestätigte er der „Schwäbischen Zeitung“ seine Kandidatur für die OB-Wahl im Dezember. Bei einem Redaktionsgespräch diese Woche hat er sich ausführlich dazu geäußert.

Dem OB-Amt gewachsen fühlt Rechle sich allemal. Er verweist auf seine bald 30 Berufsjahre in leitenden Funktionen in der öffentlichen Verwaltung, auf seine Abschlüsse als Diplom-Verwaltungswirt, Betriebswirt und Master of Laws in Wirtschaftsrecht. Als Oberbürgermeister Rainer Kapellen 2015 erkrankte und ausfiel, hat Rechle als sein hauptamtlicher Stellvertreter die Amtsgeschäfte übernommen und für knapp sechs Monate die Verwaltung geführt.

Die Stadt entschuldet
Als Kämmerer verantwortet Rechle die kommunalen Finanzen. Er zieht eine positive Bilanz: 24,2 Millionen Euro Schulden drückten 2008 im städtischen Haushalt; Ende 2017 werden es noch 5,5 Millionen sein, bei Rücklagen von annähernd 30 Millionen Euro. Verbindlichkeiten abbauen und gleichzeitig ausreichend Investitionsmittel bereitstellen, diesen Spagat hatte Rechle bereits bei seinem Amtsantritt propagiert – „meines Erachtens ist er gelungen“.

Stetig weiterentwickelt hat Rechle den 2011 gegründeten Eigenbetrieb Stadtwerke Laupheim. Unter seiner Leitung wurden neue Betriebszweige etabliert und das Strom- und Gasnetz rekommunalisiert.

„Ich bin in alle Bereiche der Verwaltung eingebunden und glaube auf der Grundlage meiner bisherigen Arbeit wichtige Impulse geben zu können, damit drängende Aufgaben zeitnah gelöst werden“, sagt der 53-Jährige. Als vordringliche Aufgaben nennt er den Abbau des Investitions- und Unterhaltungsstaus insbesondere bei öffentlichen Gebäuden, Kindergärten und Schulen, die Schaffung von Wohnraum für alle Menschen in Laupheim und die strukturelle Weiterentwicklung der Innenstadt und der Teilorte. Mit Blick auf die Zukunft hält er eine nachhaltige Jugend-, Senioren- und Vereinsarbeit, eine zügige flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet und eine kommunale Bildungsoffensive mit ausgefeiltem Medienentwicklungsplan für unverzichtbar; ebenso, dass die Stadt ausreichend Gewerbeflächen vorhält. Sein Programm für die nächsten Jahre will Rechle im Detail von Oktober an öffentlich machen.

Gefragt, was Laupheim ausmacht, muss er nicht lange überlegen. Das ehrenamtliche Engagement der Bürger sei überragend – „das erleichtert der Stadt vieles“. Deshalb sei es ihm ein zentrales Anliegen, die vielfältige Arbeit der ehrenamtlich Tätigen zu unterstützen und sie darin zu bestärken. Eine andere unentbehrliche Kraft sei die heimische Wirtschaft: „Unsere Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, dass Laupheim prosperiert.“

Daraus, fasst Rechle zusammen, erwachse „die reizvolle Aufgabe, diese so exzellenten Ressourcen zum Wohl des Gemeinwesens einzusetzen“. Das möchte er künftig als OB tun, die Kräfte in Laupheim bestmöglich bündeln und – im übertragenen Sinn – „unsere PS auf die Straße bringen“. Besonders wichtig sei ihm dabei ein von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägtes Verhältnis zum Gemeinderat und den Ortschaftsräten wie auch zu den städtischen Mitarbeitern – in seinen Augen der Schlüssel für gute kommunalpolitische Ergebnisse und ein hochmotiviertes Verwaltungsteam.

Unabhängig, überparteilich
Rechle tritt als unabhängiger, überparteilicher Bewerber zur OB-Wahl an. Er will allen Ratsfraktionen und jedermann „offen und vorbehaltlos“ gegenübertreten und „mit allen Parteien und Wählervereinigungen auf der Grundlage umfassender Information und Transparenz gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten“.

Über seine Ambitionen habe er die Fraktionsspitzen frühzeitig in Kenntnis gesetzt, berichtet Rechle. Endgültig zur Kandidatur entschieden habe er sich freilich erst, als klar war, dass eine OP Ende Juni „zu 100 Prozent erfolgreich verlaufen ist“. Nach einem „recht schwierigen Jahr“ mit zwei Operationen seien nun „alle gesundheitlichen Weichen wieder auf Grün gestellt“.

Im Wahlkampf will Rechle nur tageweise freinehmen und seine Veranstaltungen auf die Abende legen; im Herbst sei schließlich die heiße Phase bei der Erstellung des Haushaltsentwurfs. Eine Einarbeitungszeit als OB bräuchte er nicht, sagt Laupheims Erster Bürgermeister: „Ich könnte vom ersten Tag an loslegen.“

Zur Person
Gerold Rechle wuchs in Herbertingen auf. Von 1988 bis 1991 leitete er die allgemeine Verwaltung der Gemeinde Langenenslingen. Von 1991 bis 2008 war er in seiner Heimatgemeinde Kämmerer und Betriebsleiter des kommunalen Eigenbetriebs. 2008 wurde er Stadtkämmerer in Laupheim. 2010 wählte ihn der Gemeinderat zum Ersten Beigeordneten; seit der Erhebung Laupheims zur Großen Kreisstadt ist er Erster Bürgermeister.

Rechle hat vier erwachsene Töchter und zwei Enkel. Mit seiner langjährigen Lebensgefährtin hat er 2012 ein Eigenheim in der Kernstadt bezogen.

Mehr über den OB-Kandidaten Gerold Rechle und seine Ziele unter
www.gerold-rechle.de

Copyright Schwäbische Zeitung
Ausgabe Laupheim vom 02.09.2017